10 Grad Minus. Ich war schon lange wach, als die Zeitung kam. So halb im Schlaf habe ich mir Sorgen um die Arbeiten, ungelesenen Büchern und den neuen Stuhl gemacht. Ich habe doch fest entschlossen, nichts mehr zu kaufen. Aber wieder bin ich reingefallen.Jetzt sitze ich auf dem neuen schneeweißen Stuhl und schaue die alten Bildern an. Das war alles so schön. Ob das noch einmal so schön wird? Oder war es überhaupt so schön? Schnee gab es jedenfalls und wir sind jeden Tag auf dem Eis gewesen. Der Wind hat stark vom offenen Meer geblasen und ich habe kaum gehört, wenn jemand angerufen hat: "Wie bitte? Wieviele Zeilen? Bis wann? Danke. Schönen Tag noch. Tschüß!"
Dann schnell nach Hause skigelaufen. Ein Selbstständiger. Ohne festen Arbeitszeiten. Mit roten Backen.
Aber dieser neue schneeweiße Stuhl ist gar nicht so bequem. Hätte ich bloß nicht gekauft. Der alte Schwarze hätte noch lange gedient. Eine Krankheit ist es, diese ewige Kauferei. Wir wollten eigentlich nur die leckeren Köttbullar bei Ikea essen und gar nichts anschauen. Unter unseren alten Sachen sieht der Schneeweiße so aus als wäre er an falschen Platz geraten. Und der Schwarze hockt in der Ecke, so wie der Blaue vor ihm...
Jetzt fange ich aber an, etwas zu tun. Koche mir noch ein Kaffee und schaue dann die Arbeiten an. Vielleicht muss ich mir einen neuen Teppich kaufen, dann sieht der Schneeweiße nicht mehr so auffällig aus. Und ein paar andere Sachen auch...
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